Drumherum, Drunter und Drüber
Kochfreuden sind nicht nur Gaumenfreuden. Eine gut organisierte Küche, greifbare Löffel, Lappen sowie Zutaten und ein auch Zwischendurch rasch aufgeräumter Arbeitsplatz lassen mir die Kapazität, mich ernsthaft in den jeweiligen Kochschritt zu vertiefen.
Da ich daran immer wieder scheitere, würde ich mich über eine Beschreibung eurer Küchenabläuf, -techniken und -prinzipien freuen. Hier noch meine Gedanken und Ansätze dazu:
Gute Organisation in der Küche bedeutet für mich erst einmal, dass die Arbeitsschritte klar sind. Fest steht damit, wann der Ofen vorgewärmt wird, wann welche Zutat geschnitten und worin aufbewahrt werden und wann der Kochvorgang startet. Auch sollte klar sein, wo Abfall und schmutziges Geschirr hin kommen. Gebrauchte Schüsseln und Schneidabfälle um den Arbeitsplatz herum nehmen mit zunehmender Häufung Freude am Schaffen.
In den letzten 3 Jahren habe ich folgende Sachen installiert:
- Küchenschürze: Rüstet mich gegen Ablenkungen und Ausflüge aufs Sofa
- Grubentuch im Gürtel sorgt für weniger Fingerabdrücke an den Schränken
- Grosser Besen hinterm Küchenschrank: Kurze Wege motivieren zur häufigen Verwendung. Wichtig war mir, dass er eine wirklich riesige Kehrbreite hat
- Abfalllade: Kleine Plastiklade, welche man in ein Schubfach klemmen kann. Schalen und Gehäuse kann man einfach vom Brett hinein wischen. Kommt unregelmässig zum Einsatz
- Mit der Abfalllade wurde eine sehr steife Teigkarte geliefert, mit welcher Abfall leicht und fast rückstandsfrei von der Arbeitsfläche entfernt wird
- Das erste gebrauchte, tiefe Gefäss gleich mit Wasser volllaufen lassen und alles gebrauchte Geschirr darin einweichen
Das klingt mir gar nicht nach Scheitern, sondern nah einem gut konzipierten Ablauf!
Ich mache mir da immer wieder Gedanken und sammele noch weiter, um gebührend zu antworten (bald)!
Dem Geschirrberg versuche ich inzwischen auch mit einer Routine entgegen zu wirken. Ganz konnte ich es (noch) nicht in meinen Alltag integrieren, aber vielleicht wird es noch.
Das Konzept kommt von einer Bekannten meines Bruders und schaut wiefolgt aus:
* Arbeitsfläche nass wischen, nicht abtrocknen
* Handgespültes Geschirr darauf verteilen
* Geschirr abtrocknen – und zwar beginnend mit dem ersten abgespülten Teil
* Fläche trocken putzen
Benefits
* Zuerst abgespültes Geschirr wird vom folgenden Geschirr nicht nass gehalten
* Kein Unterbruch im Küchenputzprozess (ausser rasche Griffe an Ofen/Herd..)
* Weniger nasses Geschirrtuch
* Keine instabilen Berge
* Sichtbares Vorankommen beim Abtrocknen
* Arbeitsfläche ist länger nass geblieben und kann ohne Putzmittel von sonst angetrockneten Rückständen befreit werden